{"id":2575,"date":"2019-09-03T17:00:09","date_gmt":"2019-09-03T16:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/recode.law\/?p=2575"},"modified":"2021-05-11T17:07:29","modified_gmt":"2021-05-11T16:07:29","slug":"rapid-prototyping-workshop-in-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/recode.law\/en\/rapid-prototyping-workshop-in-duesseldorf\/","title":{"rendered":"Von der Idee zum Prototypen \u2013 Rapid Prototyping Workshop in D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Am 2. September 2019 haben recode.law und Noerr erfolgreich einen Rapid Prototyping Workshop in D\u00fcsseldorf veranstaltet. \u00dcber 40 Studierende versammelten sich an diesem Tag im B\u00fcro von Noerr, um eigene Legal-Tech-L\u00f6sungen zu bauen. Bei den Teilnehmern handelte es sich um Praktikanten aus der Noerr Sommerakademie, externe Bewerber und Mitglieder von recode.law.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Workshop begann mit einer Begr\u00fc\u00dfung und Vorstellung unseres Vereins. Es folgten einige einleitende Worte von unserem Gastgeber Noerr, namentlich von dem Partner und Leiter des D\u00fcsseldorfer B\u00fcros Dr. Stefan Blum und dem Associate Fr\u00e9d\u00e9ric Kuhn. Anschlie\u00dfend stellte die Personalreferentin Dr. Nathalie Herrmann die weiteren Angebote von Noerr f\u00fcr Studierende vor.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Den inhaltlichen Teil der Workshops er\u00f6ffnete unser Vorstandsmitglied Paul Welter mit einem Impulsvortrag zu der Frage \u201eWas ist Legal Tech?\u201c. Dabei beschrieb Paul nicht nur die verschiedenen Definitionen von Legal Tech, sondern schilderte auch aktuelle und zuk\u00fcnftige Entwicklungen in diesem Bereich. Dann \u00fcbernahm unser Speaker David Middelbeck die Leitung des Workshops. David ist Wirtschaftsinformatiker und Co-Founder von TechLabs und edyoucated. Mit diesen Projekten hat er sich die Vermittlung von digitalen F\u00e4higkeiten zum Ziel gesetzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Zun\u00e4chst stellte David die Grundlagen des Rapid Prototyping vor. Dabei handelt es sich um eine Design-Methode zum schnellen Modellbau. Prototypen erm\u00f6glichen eine fr\u00fchzeitige Fehlererkennung unter stetiger Ber\u00fccksichtigung von Feedback. Eine schnelle Vorgehensweise ist dabei nicht nur kosteng\u00fcnstiger und einfacher, sondern kann mittels vieler Designiterationen auch das finale Produkt verbessern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nun sollten sich die Teilnehmer selbst an dieser Methode versuchen. Hierzu wurden sie in sieben Gruppen mit je f\u00fcnf oder sechs Mitgliedern eingeteilt. Zudem wurde jeder Gruppe eine Case Study zugeordnet. Insgesamt gab es drei Szenarien: Die erste Case Study war die Entwicklung eines digitalen Workstreams. Dieser sollte es einer Kanzlei erm\u00f6glichen, die Arbeit an einem komplexen Mandat praxisgruppen\u00fcbergreifend zu koordinieren. Die zweite Case Study hatte ein digitales Knowledge Management Tool zum Gegenstand. Das finale Produkt sollte nicht nur kanzleiintern \u00fcber \u00c4nderungen der Rechtslage informieren, sondern auch das Sonderwissen einzelner Teammitglieder abbilden. Die dritte Case Study befasste sich schlie\u00dflich mit einem digitalen Fristenkalender, der s\u00e4mtliche Fristen einer Kanzlei umfassend und sicher darstellen sollte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach dem Mittagessen ging es weiter mit dem ersten Schritt auf dem Weg zur L\u00f6sung dieser Problemstellungen, dem sog. Sketching. Hierbei sollten die Teams mit Zettel und Stift (also zun\u00e4chst abseits des Rechners) die grobe Struktur und den User Flow ihres sp\u00e4teren Prototyps entwerfen. Es ging in dieser Phase nicht um die Details, sondern um das schnelle Ausprobieren verschiedener Layouts. Nachdem jede Gruppe eine gemeinsame Skizze entwickelt hatte, wurde diese den Teilnehmern aus den anderen Gruppen vorgestellt. Durch diese Feedbackrunde sollten neue Impulse und Kritik eingeholt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Anschlie\u00dfend erl\u00e4uterte David weitere Einzelheiten zur Theorie und Methodik des Prototyping. Zudem stellte er das webbasierte Tool Figma vor, mit dem man kollaborativ ein Interface gestalten kann. Das erlernte Wissen sollten die Gruppen nun anwenden, um am Computer aus ihrem zuvor skizzierten Entwurf einen interaktiven \u201eClick-Dummy\u201c zu entwickeln. Endprodukt sollte nicht etwa ein voll funktionsf\u00e4higes Programm sein, sondern ein m\u00f6glichst realit\u00e4tsnaher Prototyp, der die zentralen Funktionalit\u00e4ten der sp\u00e4teren Anwendung modelliert.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach nur 60 Minuten Bearbeitungszeit kam die Stunde der Wahrheit. Nachdem David noch einmal das Tagesprogramm zusammengefasst hatte, wurden nun die entwickelten Prototypen im Plenum pr\u00e4sentiert. Dazu hatte jede Gruppe nur wenige Minuten Zeit. Die gro\u00dfe Kreativit\u00e4t und Komplexit\u00e4t der vorgestellten Projekte \u00fcbertraf alle Erwartungen. Zugleich \u00fcberzeugte jede Gruppe mit einer individuellen L\u00f6sung, die sich selbst von den anderen Prototypen zur selben Case Study klar unterschied. Nach sieben beeindruckenden Pitches zog sich die Jury, bestehend aus Workshopleiter David Middelbeck, Noerr Associate Fr\u00e9d\u00e9ric Kuhn und recode.law Vorstandsmitglied Mathias Schuh zur Beratung zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wenig sp\u00e4ter wurde die besten drei Teams pr\u00e4miert. Die Entscheidung war der Jury aufgrund der hohen Qualit\u00e4t s\u00e4mtlicher Prototypen \u00e4u\u00dferst schwer gefallen. Am Ende gewann eine Umsetzung des digitalen Fristenkalenders. Das Gewinnerteam \u00fcberzeugte durch ein ansprechendes Layout verbunden mit einer besonders vielseitigen Funktionalit\u00e4t. Damit war der offizielle Teil des Workshops beendet. Es folgte ein gemeinsamer Ausklang des Abends mit Speisen und Getr\u00e4nken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">F\u00fcr recode.law war dieser Workshop ein voller Erfolg. Wir freuen uns au\u00dferordentlich \u00fcber das durchweg positive Feedback. Unser besonderer Dank gilt unserem Partner Noerr, dem hervorragenden Workshopleiter David Middelbeck und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die diesen Workshop durch ihre kreativen Ideen bereichert haben.<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"font-weight: 400\">Text: <a href=\"https:\/\/recode.law\/en\/author\/leonhard-weitz\/\">Leonhard Weitz<\/a><\/span><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. September 2019 haben recode.law und Noerr erfolgreich einen Rapid Prototyping Workshop in D\u00fcsseldorf veranstaltet. \u00dcber 40 Studierende versammelten sich an diesem Tag im B\u00fcro von Noerr, um eigene Legal-Tech-L\u00f6sungen zu bauen. Bei den Teilnehmern handelte es sich um Praktikanten aus der Noerr Sommerakademie, externe Bewerber und Mitglieder von recode.law. 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