{"id":3116,"date":"2021-08-30T18:43:28","date_gmt":"2021-08-30T17:43:28","guid":{"rendered":"https:\/\/recode.law\/?p=3116"},"modified":"2021-08-30T18:45:04","modified_gmt":"2021-08-30T17:45:04","slug":"virtualgovernment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/recode.law\/en\/virtualgovernment\/","title":{"rendered":"Vom Nachz\u00fcgler beim E-Government zum Vorreiter beim \u201eVirtual Government\u201d ?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Autori<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">nnen:<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\"> Annika<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> Ko<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">ch<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\"> und Ella Lambertz<\/span><\/i><\/h5>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Anl\u00e4sslich der Bundestagswahl haben Ella Lambertz und Annika Koch nun den dritten Teil zu unserer Reihe \u201eBundestagswahl 2021 \u2013 wie digital wird unsere Zukunft?\u201c geschrieben. In diesem Blogpost erfahrt ihr, wie die Parteien des deutschen Bundestages und Newcomer Volt zum Thema <\/span><b>Digitalisierung und Verwaltung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> stehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was man vorweg sagen kann: Alle derzeit im Bundestag vertretenen Parteien und auch Volt sind sich einig: Unsere Verwaltung und die Beh\u00f6rdeng\u00e4nge sollen digitaler werden!\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Neben den Beh\u00f6rden vor Ort sollen zudem digitale \u00c4mter geschaffen werden, die eine nutzerfreundliche, schnelle und einfache Bearbeitung von B\u00fcrgeranliegen erm\u00f6glichen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dabei fordern die Parteien zum einen eine bessere Ausstattung der Beh\u00f6rden <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">(Fun Fact: Die Linken fordern sogar freies, \u00f6ffentliches WLan in Kommunen und \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden)<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">. Zum anderen soll auf Open-Source-Software gesetzt werden, die die Abh\u00e4ngigkeit zu externen Dienstleistern und Beratern reduziert.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ganz nach dem Motto der <a href=\"https:\/\/cdudl.s3.eu-central-1.amazonaws.com\/Beschluss+Programm.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Union<\/a> \u201cdigital ist das neue Normal\u201d (S. 99 des Wahlprogramms) soll vor allem die derzeit herrschende B\u00fcrokratie abgeschafft werden. Alle Parteien sind sich darin einig, dass Schriftformerfordernisse nicht mehr dem Geist der Zeit entsprechen. W\u00e4hrend die\u00a0 AfD hierbei von einer \u201cVerschlankung\u201d der Prozesse spricht, fordert die Union sogar eine vollst\u00e4ndige Automatisierung von einigen Prozessen. <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn ihr ein Kind bekommt, erhaltet ihr automatisch Kindergeld &#8211; und auch nach einem Umzug m\u00fcsst ihr die Meldebescheinigung nicht mehr beantragen.<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Klingt ja alles ganz cool &#8211; und hierbei sind sich ja sogar alle einig: Die digitalen \u00c4mter werden kommen. Die Frage ist nur, was wir uns darunter vorstellen k\u00f6nnen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Beh\u00f6rdeng\u00e4nge mit dem Smartphone ?!\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In Zukunft soll jeder B\u00fcrger mit einer digitalen Identit\u00e4t ausgestattet werden (<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">die Union spricht hierbei von \u201ce-ID\u201d<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">). W\u00e4hrend sich <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Beschluesse\/Programm\/SPD-Zukunftsprogramm.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">SPD<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/fileadmin\/download\/wahlen2021\/Wahlprogramm\/DIE_LINKE_Wahlprogramm_zur_Bundestagswahl_2021.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Linke<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.afd.de\/wp-content\/uploads\/sites\/111\/2021\/06\/20210611_AfD_Programm_2021.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">AfD<\/a> bedeckt halten, haben Union und <a href=\"https:\/\/cms.gruene.de\/uploads\/documents\/Wahlprogramm-DIE-GRUENEN-Bundestagswahl-2021_barrierefrei.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Gr\u00fcne<\/a> konkrete Vorstellungen, dass Beh\u00f6rdeng\u00e4nge in Zukunft mit dem Smartphone zu absolvieren sind. Nach dem Wahlprogramm der Gr\u00fcnen soll man sich \u00fcber einen Personalausweis auf dem Smartphone so authentifizieren, sicher mit den Beh\u00f6rden kommunizieren (verschl\u00fcsselt!) und auch sicher seine Beh\u00f6rdendokumente zugestellt bekommen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Union hat neben dem elektronischen Personalausweis sogar noch konkretere Ideen: Durch einen App-Store f\u00fcr die Verwaltung sollen digitale Beh\u00f6rdeng\u00e4nge erm\u00f6glicht werden &#8211; \u201cvon der Reisekostenabrechnung\u00a0 bis zur Chatbot-Software.\u201c (S. 95f.). Gleichzeitig wollen sie f\u00fcr eine Hilfestellung bei der Bedienung und Erlernung der Prozesse anbieten &#8211; durch Lernplattformen und Hochschulkurse.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Anstelle des App-Stores schl\u00e4gt <a href=\"https:\/\/assets.volteuropa.org\/2021-06\/Wahlprogramm%20Langversion.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Volt<\/a> ein \u201cOne-Stop-Prinzip\u201d und die <a href=\"https:\/\/www.fdp.de\/sites\/default\/files\/2021-06\/FDP_Programm_Bundestagswahl2021_1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">FDP<\/a> ein \u201cOne-Stop-Shop\u201d vor. Beide Begriffe meinen das Gleiche: Alle digitalen Dienstleistungen an einem Ort!<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">FDP spricht im Zusammenhang mit eGovernment sogar von Virtual Reality. Gemeint sind aber nicht VR-Brillen f\u00fcr die Beh\u00f6rdenmitarbeiter, sondern der Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz in der Verwaltung &#8211; was genau wir uns darunter vorstellen d\u00fcrfen, bleibt offen &#8211; aber Hauptsache wir werden Vorreiter im \u201cVirtual Government\u201d.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Datenschutz und Zusammenarbeit der Beh\u00f6rden\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die FDP hat einen weiteren hervorstechenden Vorschlag: \u00dcber ein sog. \u201cDeutschlandportal\u201d sollen dem B\u00fcrger seine vom Staat gespeicherten personenbezogenen Daten zug\u00e4nglich gemacht werden. Diese vom B\u00fcrger dem Staat gegebenen Daten m\u00fcssen dem Staat aber nur einmalig mitgeteilt werden. Ein Austausch unter den Beh\u00f6rden soll automatisch erfolgen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr alle Parteien das wichtigste dabei ist, dass dies nur nach Zustimmung der betroffenen Person und unter Einhaltung von Datenschutzrichtlinien erfolgt, ganz nach dem Vorbild des digitalen Vorreiterstaates Estland.<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">(<a href=\"https:\/\/recode.law\/en\/e-government-in-estland\/\">Zum Beitrag<\/a>)<\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Parteien FDP und Volt nennen dies Once-Only-Prinzip, die anderen Parteien wollen im Prinzip aber das Gleiche.<\/span><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u201cAlles was digital werden kann, soll digital werden\u201d (Union) &#8211; aber bitte klimaneutral!\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sch\u00f6n ist ja zu sehen, dass alle im Bundestag vertretenen Parteien zum Thema <\/span><b>Digitalisierung<\/b> <b>und<\/b> <b>Verwaltung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> viele gemeinsame Ideen teilen.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Bei der n\u00e4chsten Bundestagswahl im Jahr 2025 k\u00f6nnte die Verwaltung also so aussehen:\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><i><span style=\"font-weight: 400;\">die Beh\u00f6rden sind digital gut ausgestattet und ausgebildet,<\/span><\/i><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><i><span style=\"font-weight: 400;\">alle Beh\u00f6rdeng\u00e4nge k\u00f6nnen digital gemacht werden &#8211; egal welche allt\u00e4glichen Dinge es auch sind<\/span><\/i><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><i><span style=\"font-weight: 400;\">und die Beh\u00f6rden kommunizieren untereinander &#8211; der B\u00fcrger muss dies nur genehmigen, kann sich ansonsten aber zur\u00fccklehnen.<\/span><\/i><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ob\u00a0 diese Wahlversprechen in den n\u00e4chsten vier Jahren trotz Einigkeit umgesetzt werden &#8211; bleibt offen. Wir halten euch aber diesbez\u00fcglich auf dem Laufenden. In der Zwischenzeit k\u00f6nnt ihr euch gerne die anderen Blog-Posts anschauen.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autorinnen: Annika Koch und Ella Lambertz Anl\u00e4sslich der Bundestagswahl haben Ella Lambertz und Annika Koch nun den dritten Teil zu unserer Reihe \u201eBundestagswahl 2021 \u2013 wie digital wird unsere Zukunft?\u201c geschrieben. In diesem Blogpost erfahrt ihr, wie die Parteien des deutschen Bundestages und Newcomer Volt zum Thema Digitalisierung und Verwaltung stehen. Was man vorweg sagen [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":60,"featured_media":3121,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[50],"tags":[],"class_list":["post-3116","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin"],"acf":[],"modified_by":"Friedrich Hautkapp","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/60"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3116"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3132,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3116\/revisions\/3132"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}