{"id":7836,"date":"2024-12-16T16:34:48","date_gmt":"2024-12-16T15:34:48","guid":{"rendered":"https:\/\/recode.law\/?p=7836"},"modified":"2024-12-19T18:20:09","modified_gmt":"2024-12-19T17:20:09","slug":"ki-im-jurastudium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/recode.law\/en\/ki-im-jurastudium\/","title":{"rendered":"Was kann KI im Jurastudium?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Digitalisierung hat l\u00e4ngst Einzug in das Jurastudium gehalten, und k\u00fcnstliche Intelligenz verspricht, diesen Wandel auf ein v\u00f6llig neues Niveau zu heben. Doch welche konkreten Vorteile bietet KI den Studierenden und Dozierenden? Welche innovativen Einsatzm\u00f6glichkeiten gibt es bereits, und wie k\u00f6nnten diese die juristische Ausbildung revolutionieren?\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diesen Fragen gehen Olesja Kaltenecker und Jeremias Forssman im Gespr\u00e4ch mit Dr. Carl-Wendelin Neubert nach. Als Mitgr\u00fcnder und Chefredakteur von Jurafuchs hat er eine klare Vision, wie KI das juristische Lernen und Lehren ver\u00e4ndern kann.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Was siehst Du f\u00fcr Vorteile an der Pr\u00fcfungssimulation durch KI und wie weit kann das gehen?<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Pr\u00fcfungssimulation mithilfe von k\u00fcnstlicher Intelligenz ist f\u00fcr uns ein sehr wichtiges Thema. Als Ausgangspunkt ist es wichtig festzuhalten, dass Pr\u00fcfungssimulation \u2013 ganz losgel\u00f6st von Digitalisierung und KI \u2013 f\u00fcr die effektive Vorbereitung auf jede Pr\u00fcfung entscheidend ist, weil die Lernenden in keiner Situation n\u00e4her an die eigene Pr\u00fcfung herankommen als in einer Simulation.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aber ich w\u00fcrde gern noch grunds\u00e4tzlicher ansetzen: Die Effektivit\u00e4t des Lernerfolgs steigert sich, je aktiver die Lernenden ihren Lernprozess gestalten. Das hat die Lernforschung herausgefunden. Und aktives Lernen \u2013 sog. kognitive Aktivierung \u2013 f\u00fchrt nachweislich zu viel gr\u00f6\u00dferen Lernerfolgen als passives Lernen. Das ist auch total eing\u00e4ngig, das haben alle schon mal erlebt, die eine Lerngruppe hatten: Wenn ihr z.B. in einer Lerngruppe lernt und in der Lerngruppe einander Rechtsfragen erkl\u00e4ren m\u00fcsst und dar\u00fcber ins Rechtsgespr\u00e4ch treten und diskutiert, dann seid ihr viel pr\u00e4senter, viel st\u00e4rker gefordert und viel tiefer mit den Themen befasst und in der Folge vertraut, als wenn ihr euch das Thema einfach \u201enur\u201c im Lehrbuch erarbeitet.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Insofern sind erst einmal alle Formen von aktivem Lernen \u2013 sei es Lerngruppen, Pr\u00fcfungssimulation, Moot Courts u.v.m. \u2013 f\u00fcr den Lernerfolg im Jurastudium enorm zielf\u00fchrend und um ein Vielfaches effektiver als herk\u00f6mmliche passive Lernmittel wie Lehrb\u00fccher, Skripten, Frontalunterricht oder Vorlesungen. Hinzu kommt, dass das aktive Lernen in aller Regel deutlich mehr Spa\u00df macht und zudem andere Skills \u2013 Interaktion in Echtzeit, Formulieren, Argumentieren, freies Sprechen \u2013 f\u00f6rdert, die f\u00fcr die juristische Praxis eine enorme Rolle spielen, auch wenn sie in der juristischen Ausbildung \u00fcberwiegend ein trauriges Schattendasein f\u00fchren.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was hat das jetzt mit Digitalisierung und k\u00fcnstlicher Intelligenz zu tun? Digitalisierte Lernmittel k\u00f6nnen das aktive Lernen sehr gut umsetzen und die Prozesse der kognitiven Aktivierung ausl\u00f6sen. Ein zentrales Element sind dabei sog. automatisierte Feedback-Systeme, bei denen die Lernenden nicht nur aktiv irgendwelche Fragen beantworten m\u00fcssen, sondern immer unmittelbar nach der Beantwortung einer Frage auch eine R\u00fcckmeldung des Systems erhalten, ob ihre Antwort richtig oder falsch war und warum. Denn dies erm\u00f6glicht den Lernenden, umgehend zu verinnerlichen, wie eine Information zu verstehen ist und ob sie sie richtig verstanden und in der konkreten Konstellation richtig eingeordnet und angewendet haben. Gerade f\u00fcr Jura l\u00e4sst sich das nicht hoch genug einsch\u00e4tzen: Denn Jura zielt auf die F\u00e4higkeit, das Recht anwenden zu k\u00f6nnen auf immer neue unterschiedliche Sachverhalte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">K\u00fcnstliche Intelligenz kann dieses aktive Lernen mit digitalisierten Lernmitteln auf ein nochmal h\u00f6heres Niveau heben. Denn k\u00fcnstliche Intelligenz erm\u00f6glicht die Entwicklung pers\u00f6nlicher digitalisierter Tutoren, die letztlich so fungieren wie ein Privatlehrer oder Privatrepetitor. W\u00e4hrend digitalisierte Lernmittel erst einmal gut darin sind, individuelle Antworten auf vorgefertigte Fragen einzuordnen, kann k\u00fcnstliche Intelligenz den Lernprozess st\u00e4rker individualisieren.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein gutes Beispiel ist unser Definitionen-Trainer bei Jurafuchs. Dort werden unsere Nutzerinnen und Nutzer von unserer KI-Assistentin Foxxy nach einer Definition gefragt. Die User m\u00fcssen dann die Definition in ein Freitextfeld eingeben. Foxxy \u00fcberpr\u00fcft, ob die individuelle Eingabe mit der hinterlegten Lehrbuchdefinition \u00fcbereinstimmt, und meldet den Lernenden zur\u00fcck, ob ihre individuelle Eingabe richtig oder falsch war, und warum. In wenigen Sekunden erkl\u00e4rt Dir Foxxy z.B. dass es f\u00fcr den Begriff des Angebots im BGB nicht nur darauf ankommt, dass es sich \u2013 entsprechend Deiner Eingabe im Freitextfeld \u2013 um eine empfangsbed\u00fcrftige Willenserkl\u00e4rung handelt, sondern dass \u2013 und das hattest Du in Deiner Eingabe vergessen \u2013 das Zustandekommen des Vertrags nur noch vom Einverst\u00e4ndnis der anderen Partei abh\u00e4ngt. Foxxy generiert so auf jede einzelne Eingabe immer neue, 100% individualisierte R\u00fcckmeldungen, die den Lernprozess an den pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten und Bed\u00fcrfnissen der einzelnen Lernenden ausrichten. Und das ist dann der erste Schritt zu einer veritablen Lern-Revolution.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Wo siehst Du die Chancen von KI im Jurastudium? Kann dies vollumf\u00e4nglich implementiert werden?\u00a0<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz ist kein Selbstzweck, genauso wie Digitalisierung kein Selbstzweck ist. K\u00fcnstliche Intelligenz kann aber jede Menge Prozesse und Handlungsweisen vereinfachen oder sogar ersetzen, die zuvor ganz selbstverst\u00e4ndlicher Bestandteil zahlreicher Lebensbereiche waren. Und insofern macht der Einsatz von KI auch vor dem Jurastudium nicht halt, soweit sich Felder identifizieren lassen, in denen KI sich sinnvoll zum Nutzen der Studierenden und zum Nutzen des juristischen Lernerfolgs einsetzen l\u00e4sst. Das muss der Zielpunkt sein!\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und wenn man diesen Zielpunkt \u2013 den Nutzen von KI f\u00fcr die Studierenden und f\u00fcr den juristischen Lernerfolg \u2013 ernst nimmt, dann kann man \u00fcberlegen, an welchen Stellen und in welcher Weise k\u00fcnstliche Intelligenz zum Einsatz kommen kann, um dieses Ziel zu erreichen. Ausgehend hiervon kann man z.B. zu dem Ergebnis kommen, dass sich KI einsetzen l\u00e4sst, um eine individuelle Simulation der m\u00fcndlichen Examenspr\u00fcfung zu bauen, die wir gerade angerissen haben und an der wir bei Jurafuchs arbeiten. Aber auch einfachere KI-gest\u00fctzte Prozesse lassen sich umsetzen, die den Lernerfolg nachhaltig beeinflussen. Die erste KI-gest\u00fctzte Anwendung, die wir bei Jurafuchs gebaut und eingesetzt haben, war ja unser oben dargestellter \u2013 noch vergleichsweise einfacher \u2013 Definitionen-Trainer mit unserem KI-Tutor Foxxy AI. Dieses fantastische Tool ersetzt mittlerweile f\u00fcr tausende Studis das Lernen von juristischen Definitionen mit klassischen Karteikarten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><b>Wie k\u00f6nnen Student:innen oder insbesondere die Dozent:innen davon profitieren?<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Studierende und auch Dozent:innen k\u00f6nnen nat\u00fcrlich noch auf ganz andere Weise und vollkommen losgel\u00f6st von Jurafuchs von k\u00fcnstlicher Intelligenz profitieren \u2013 auch wenn es im Bereich des juristischen Lernens bislang noch keinen anderen Anbieter als Jurafuchs gibt, der effektive KI-unterst\u00fctzte Lerntools implementiert hat und einsetzt. So lassen sich Claude 3 Opus oder ChatGPT mittlerweile auch dazu nutzen, um Texte zusammenzufassen und daraus Fragen zu konzipieren. Juristisch sind die large language models noch nicht immer verl\u00e4sslich, und ich vermute, dass das noch eine ganze Weile so bleiben wird, sodass professionelle, redaktionell erstellte juristische Lerninhalte \u2013 wie etwa in Lehrb\u00fcchern oder auf Jurafuchs \u2013 inhaltlich hochwertiger bleiben und von den Studierenden mit dem erforderlichen Ma\u00df an Vertrauen f\u00fcrs Lernen verwendet werden k\u00f6nnen. Aber die den large language models inh\u00e4rente Leistungsf\u00e4higkeit, innerhalb k\u00fcrzester Zeit Informationen zu verarbeiten und in anderer Form wiederzugeben, k\u00f6nnen sich alle Studierenden und Dozent:innen auch f\u00fcr die juristische Ausbildung nutzbar machen, z.B. um erste Entw\u00fcrfe f\u00fcr Lerninhalte oder Vorlesungsunterlagen zu generieren.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es kommt aber noch etwas anderes hinzu: K\u00fcnstliche Intelligenz wird unsere Lern-, Lebens- und Arbeitswelt aller Voraussicht nach viel st\u00e4rker ver\u00e4ndern, als wir es uns aktuell schon vorstellen k\u00f6nnen. Deshalb ist es sinnvoll, sich damit auseinanderzusetzen, und das umfasst zun\u00e4chst einmal, die verf\u00fcgbaren KI-Tools einfach auszuprobieren und sich damit vertraut zu machen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Daran schlie\u00dft sich ein weiterer Aspekt an, der f\u00fcr die Aufgabe der Juristinnen und Juristen von morgen in meinen Augen essenziell werden wird: Wenn KI erst einmal in der Lage ist, Rechtsfragen eigenst\u00e4ndig und einigerma\u00dfen zutreffend zu beantworten, dann werden sich die Aufgaben von uns Juristinnen und Juristen ver\u00e4ndern. Wenn z.B. in ein paar Jahren ein gerichtliches Urteil nicht mehr vom Richter geschrieben werden muss, sondern von der KI vorformuliert wird, dann wird es die Aufgabe des Richters sein und bleiben, akribisch zu pr\u00fcfen, ob die k\u00fcnstliche Intelligenz alles richtig gemacht hat oder nicht. Die Ausgestaltung der Aufgaben in juristischen Berufen wird sich ver\u00e4ndern, und es werden manche Berufe vielleicht auch komplett verschwinden, aber an der \u00dcberpr\u00fcfung der juristischen \u201eArbeit\u201c von KI werden wir nicht vorbeikommen, und es wird ein neues Skillset sein, zu pr\u00fcfen und zu gew\u00e4hrleisten, dass in Windeseile von KI vorbereitete Urteile oder Schrifts\u00e4tze rechtlich wirklich das halten, was sie auf den ersten Blick versprechen. Das erfordert von den Juristinnen und Juristen von morgen nicht weniger juristischen Sachverstand, sondern mehr! Und es erfordert die noch st\u00e4rker entwickelte F\u00e4higkeit, kritisch mit juristischen Texten umzugehen und rechtlich fehlerhafte Ausf\u00fchrungen entdecken zu k\u00f6nnen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><b>Wie kann Jurafuchs im Studium genutzt werden und siehst Du KI als n\u00e4chsten Schritt f\u00fcr den juristischen Lernerfolg?\u00a0<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Jurafuchs ist konzipiert als effektive digitale Lernunterst\u00fctzung \u2013 und zwar f\u00fcr alle Studienabschnitte, vom ersten Tag durch das gesamte Jurastudium bis durch die Examensklausuren und zum Ende der m\u00fcndlichen Examenspr\u00fcfung. Auch nach dem Studium wird Jurafuchs eingesetzt, n\u00e4mlich im Referendariat und in der Vorbereitung auf das 2 Staatsexamen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir haben bei Jurafuchs eine eigene juristische Falldidaktik entwickelt, bei der alle Lerninhalte f\u00fcr Jurastudium und Staatsexamen systematisch und bis ins Detail an kleinen F\u00e4llen vermittelt werden. Dadurch erlernen unsere User anwendungsbezogenes Wissen und Systemverst\u00e4ndnis. Wir setzen dabei die Erkenntnisse der Lernforschung um, die ich oben in Teilen skizziert habe, und nutzen Gamification-Elemente, um die Lernmotivation zu steigern und unsere User bei der Entwicklung von langfristigen Lerngewohnheiten zu unterst\u00fctzen. So schaffen wir eine Lernumgebung, die effektives und nachhaltiges Lernen erm\u00f6glicht. Das ist der Markenkern von Jurafuchs und er gilt ganz unabh\u00e4ngig davon, ob man Strafrecht AT oder Bereicherungsrecht oder Verwaltungsprozessrecht oder aktuelle examensrelevante Rechtsprechung lernen m\u00f6chte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was aber besonders ist: Es gibt nicht <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">die eine<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> Art, richtig Jura zu lernen \u2013 und entsprechend gibt es auch nicht die eine Art, Jurafuchs zu nutzen. Das ist der Clou: F\u00fcr alle, die Jura lernen wollen (oder m\u00fcssen), bietet Jurafuchs das passende Lernangebot. Ob Du jetzt stundenlang mit Jurafuchs lernen willst oder nur f\u00fcnfzehn Minuten am Tag. Ob Du Dir ein ganzes Rechtsgebiet von der Pike auf mit Jurafuchs erarbeiten willst oder ob Du nur eine Rechtsfrage nachschlagen m\u00f6chtest. Ob Du aktuelle examensrelevante Rechtsprechung im \u00f6ffentlichen Recht lernen willst oder typische Klausurprobleme im Sachenrecht. F\u00fcr alle unterschiedlichen Lernszenarien funktioniert Jurafuchs gleicherma\u00dfen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Lernprozess wird vervollst\u00e4ndigt durch spezielle Lerntools wie einen Spaced-Repetition-Wiederholungstrainer, der effektive Wiederholung erm\u00f6glicht, oder einen (nagelneuen) Lernplan-Builder, mit dem sich unsere Nutzerinnen und Nutzer einen individuellen Lernplan f\u00fcr ihre jeweilige Pr\u00fcfung basteln k\u00f6nnen. Dazu k\u00f6nnen unsere Lernenden in Jurafuchs eigene Karteikarten erstellen, ihre bereits auf anderen Plattformen geschriebenen Karteikarten importieren und aus den redaktionellen Jurafuchs-Lerninhalten neue Karteikarten generieren \u2013 ganz nach dem individuellen Lernbedarf. Im Jurafuchs-Forum k\u00f6nnen Lernende alle Lerninhalte kommentieren und Fragen stellen und erhalten dazu von unserem Moderatoren-Team \u2013\u00a0einer Gruppe herausragender Pr\u00e4dikatsjuristen \u2013\u00a0fachm\u00e4nnische Antworten. Und Anfang Dezember 2024 haben wir in unsere Lernplattform 100 Examensklausuren aus der juristischen Ausbildungszeitschrift JA (Juristische Arbeitsbl\u00e4tter) eingebunden, im Rahmen einer Kooperation mit dem Vahlen Verlag.\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">K\u00fcnstliche Intelligenz spielt bei uns \u2013 wie oben beschrieben \u2013 schon jetzt eine wichtige Rolle, wird aber immer wichtiger. Neben dem Definitionen-Trainer und einem Trainer f\u00fcr die Berechnung der Blutalkoholkonzentration in strafrechtlichen F\u00e4llen haben wir zwei KI-Tools f\u00fcr das Referendariat im Einsatz. Wir entwickeln aktuell mehrere KI-basierte Lerntools und werden schon bald ganz neuartige Lernfeatures ver\u00f6ffentlichen, die mithilfe von k\u00fcnstlicher Intelligenz Lernerfahrungen erm\u00f6glichen, die ihresgleichen suchen. Wir freuen uns schon sehr darauf!<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><b>Fazit:<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Gespr\u00e4ch mit Dr. Neubert macht deutlich, wie viel Potenzial KI f\u00fcr das Jurastudium hat. Sie kann den Lernprozess aktiver, individueller und effizienter gestalten \u2013 sei es durch Pr\u00fcfungssimulationen, die direktes Feedback geben, oder durch smarte Tools, die Wissen passgenau vermitteln.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Doch es gibt auch Herausforderungen, denn KI ist kein Ersatz f\u00fcr juristischen Sachverstand, sondern ein Werkzeug, das kritisch und bewusst genutzt werden muss. Es bleibt die Aufgabe der Studierenden, Inhalte zu hinterfragen und selbstst\u00e4ndig zu denken \u2013 F\u00e4higkeiten, die durch zu starke Abh\u00e4ngigkeit von KI verk\u00fcmmern k\u00f6nnten. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das zeigt: KI ist keine Konkurrenz f\u00fcr angehende Jurist:innen, sondern ein Werkzeug, das den Weg zum Erfolg erleichtern kann \u2013 wenn man es richtig einsetzt. Am Ende bleibt sie ein Hilfsmittel \u2013 der Schl\u00fcssel zum Erfolg liegt weiterhin in der F\u00e4higkeit, kritisch zu denken und eigenst\u00e4ndig juristische Probleme zu l\u00f6sen.<\/span><\/p>\n<p><br style=\"font-weight: 400;\" \/><br style=\"font-weight: 400;\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung hat l\u00e4ngst Einzug in das Jurastudium gehalten, und k\u00fcnstliche Intelligenz verspricht, diesen Wandel auf ein v\u00f6llig neues Niveau zu heben. 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