{"id":8352,"date":"2025-07-03T14:22:56","date_gmt":"2025-07-03T13:22:56","guid":{"rendered":"https:\/\/recode.law\/?p=8352"},"modified":"2025-07-03T14:23:29","modified_gmt":"2025-07-03T13:23:29","slug":"nachbericht-workshop-mit-bird-bird-germany-ki-und-die-zukunft-des-rechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/recode.law\/en\/nachbericht-workshop-mit-bird-bird-germany-ki-und-die-zukunft-des-rechts\/","title":{"rendered":"Nachbericht &#8211; Workshop mit Bird &amp; Bird Germany: KI und die Zukunft des Rechts"},"content":{"rendered":"<p>Am 26.06 organisierten wir einen Workshop mit Bird &amp; Bird in D\u00fcsseldorf zu dem Thema, wie KI die Zukunft des Rechts pr\u00e4gen wird. Es begann um 12 Uhr mit der Ankunft der Teilnehmer*innen, wobei der Konferenzraum bis auf den letzten Platz besetzt war. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde lernten die Teilnehmer*innen die Kanzlei und die Anw\u00e4lte besser kennen. Neben zwei Counsel, die sich auf IT-Recht bzw. IP und Urheberrecht spezialisieren und aktuell viele Unternehmen bei der Implementierung von KI-L\u00f6sungen beraten, nahm auch der Legal Tech Coordinator von Bird &amp; Bird Teil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><u>Die Zukunft des Rechts<\/u><\/h5>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist es derzeit ein Problem von vielen Unternehmen, dass diese die M\u00f6glichkeiten generativer KI gerne nutzen wollen, hier jedoch eine Vielzahl an Rechtsgebieten ber\u00fchrt ist: Neben Datenschutz-, Urheber-, Pers\u00f6nlichkeits- und Gesch\u00e4ftsgeheimnisrecht, sind auch Felder wie das Arbeits-, Wettbewerbs-, Delikts- und Produkthaftungsrecht betroffen.<\/p>\n<p>Bird &amp; Bird nutzt intern verschiedene L\u00f6sungen. Neben einem kanzleiweiten Legora Zugang, gibt es eine Azure-Instanz mit OpenAI Modellen, um verschiedene Sprachmodelle in einem \u201ePlayground\u201c auf UseCases hin zu testen. Im Alltag selbst sind die Anw\u00e4lte unterschiedlich weit, was die Nutzung von Sprachmodellen angeht.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8360 alignright\" src=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038568-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"321\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038568-225x300.jpg 225w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038568-768x1024.jpg 768w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038568-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038568-9x12.jpg 9w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038568.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 321px) 100vw, 321px\" \/> Uns wurde berichtet, dass manche dies noch wenig nutzen, andere hingegen sich t\u00e4glich von ChatGPT &amp; Co. Vertragsentw\u00fcrfe generieren lassen und zur Pr\u00fcfung von Argumentationen hinzuziehen. Es bestand Einigkeit, dass nach derzeitigem Stand Gemini-2.5-Pro das beste Sprachmodell darstellt, insbesondere mit der Deep Research Funktion, die die von OpenAI und Perplexity \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p>Nach Auskunft der Anw\u00e4lte l\u00e4sst sich\u00a0dadurch ein erheblicher Produktivit\u00e4tsgewinn erzielen. In der Praxis einer Gro\u00dfkanzlei h\u00e4ngt die Nutzung solcher Tools jedoch viel von der technischen Affinit\u00e4t des jeweiligen Partners ab. Es bestand jedoch Einigkeit, dass das Modell der \u201ebillable hours\u201c durch die Entwicklungen im Feld der generativen KI nicht mehr\u00a0 lange haltbar sein wird. Vielmehr sehen die Anw\u00e4lte den Vorteil bei demjenigen, der es schafft ein Gesch\u00e4ftsmodell an den Kunden zu bringen, das mit Fixpreisen funktioniert. Hier wird der Umsatz pro Auftrag wohl niedriger sein, durch den Einsatz von Sprachmodellen die Arbeit jedoch effizienter laufen und der Gewinn damit h\u00f6her ausfallen als bisher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><u>Der Workshop<\/u><\/h5>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-8358 alignleft\" src=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038631-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038631-225x300.jpg 225w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038631-768x1024.jpg 768w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038631-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038631-9x12.jpg 9w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038631.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/p>\n<p>Weiter ging es mit einer Vorstellung der Teilnehmer*innen. Die meisten standen zwischen erstem Staatsexamen und Referendariat. Viele hatten ein Sprachmodell schonmal genutzt, jedoch wenige Erfahrungen im Prompting. Deshalb gab es von uns eine Einf\u00fchrung in das Thema Prompting, insbesondere welche Informationen ein Prompt enthalten sollte, damit man eine n\u00fctzliche Ausgabe bekommt. Wichtig ist hierbei den gew\u00fcnschten Stil und die Zielgruppe zu nennen, dem Modell m\u00f6glichst viel Kontext zu geben und ggf. ein Rolle zuzuteilen, bspw. \u201eAntworte wie ein Fachanwalt f\u00fcr KI-Recht\u201c.<\/p>\n<p>Nach einer St\u00e4rkung bei leckeren Snacks wurden die Teilnehmer*innen in Gruppen eingeteilt und wir bekamen die Aufgabe, eine KI-Use-Policy f\u00fcr eine Agentur zu schreiben, innerhalb von einer Stunde. Da die wenigsten damit Vorerfahrung hatten, war schnell klar, dass dies in so kurzer Zeit nur mit Hilfe von LLMs m\u00f6glich w\u00e4re. Hierbei wurden verschiedene LLMs getestet, neben Claude-Sonnet-4 erzielte auch Deepseek-R1-0528 erstaunlich gute Ergebnisse. Jeder erzeugte mit einem Sprachmodell der Wahl einen ersten Entwurf, diese wurden dann in einem gemeinsamen Google Docs verglichen und bewertet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-8359 alignright\" src=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038550-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038550-225x300.jpg 225w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038550-768x1024.jpg 768w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038550-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038550-9x12.jpg 9w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1000038550.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/>Dann wurden verschiedene Teile genommen, wieder an das LLM geschickt usw., bis eine finale Version stand, mit der alle zufrieden waren. Jedes Ergebnis wurde von den drei Anw\u00e4lten von Bird &amp; Bird bewertet und es gab viel konstruktives Feedback und Einblicke in die Rechtspraxis bei KI-Use-Policies. Alle erstellten Policies fielen, insbesondere in Hinblick auf die kurze Zeit, sehr gut aus.<\/p>\n<p>Am Abend gab es dann noch einen Ausklang in einer Bar bei Snacks und Drinks, sowie die M\u00f6glichkeit, mit anderen Anw\u00e4lt*innen von Bird<\/p>\n<p>recode.law bedankt sich bei den Teilnehmer*innen und Bird &amp; Bird f\u00fcr das lehrreiche Event und freut sich schon auf die n\u00e4chste Veranstaltung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bericht von<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/lukas-flechsel-6283a220b\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Lukas Flechsel<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26.06 organisierten wir einen Workshop mit Bird &amp; Bird in D\u00fcsseldorf zu dem Thema, wie KI die Zukunft des Rechts pr\u00e4gen wird. Es begann um 12 Uhr mit der Ankunft der Teilnehmer*innen, wobei der Konferenzraum bis auf den letzten Platz besetzt war. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde lernten die Teilnehmer*innen die Kanzlei und die Anw\u00e4lte [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":201,"featured_media":8355,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"no","footnotes":""},"categories":[62,1],"tags":[],"class_list":["post-8352","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte","category-uncategorized"],"acf":[],"modified_by":"Victoria Burger","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/201"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8352"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8375,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8352\/revisions\/8375"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/recode.law\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}