{"id":9347,"date":"2026-06-10T18:33:00","date_gmt":"2026-06-10T17:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/recode.law\/?p=9347"},"modified":"2026-06-11T09:19:12","modified_gmt":"2026-06-11T08:19:12","slug":"interview-mit-paul-f-welter-von-bayshore-ai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/recode.law\/en\/interview-mit-paul-f-welter-von-bayshore-ai\/","title":{"rendered":"Interview mit Paul F. Welter von bayshore.ai"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"9347\" class=\"elementor elementor-9347\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-58e2cba elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"58e2cba\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-cbfadd7\" data-id=\"cbfadd7\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ad4ae81 elementor-widget elementor-widget-theme-post-featured-image elementor-widget-image\" data-id=\"ad4ae81\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"theme-post-featured-image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Copy-of-Interviewreihe-Sponsoren-10-1024x576.png\" class=\"attachment-large size-large wp-image-9354\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Copy-of-Interviewreihe-Sponsoren-10-1024x576.png 1024w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Copy-of-Interviewreihe-Sponsoren-10-300x169.png 300w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Copy-of-Interviewreihe-Sponsoren-10-768x432.png 768w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Copy-of-Interviewreihe-Sponsoren-10-1536x864.png 1536w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Copy-of-Interviewreihe-Sponsoren-10-2048x1152.png 2048w, https:\/\/recode.law\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Copy-of-Interviewreihe-Sponsoren-10-18x10.png 18w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9375ead elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"9375ead\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"text-align: left;\">Paul F. Welter ist Mitgr\u00fcnder von recode.law und Volljurist \u2013 doch sein Weg in die Rechtswelt war alles andere als klassisch. Aufgewachsen mit einer Leidenschaft f\u00fcrs Programmieren, hat er fr\u00fch verstanden, wie weit die juristische Welt technologisch hinterherhinkt. Mit Bayshore will er das \u00e4ndern: eine KI-Plattform, die Compliance- und Rechtsabteilungen von \u00fcberf\u00fcllten Posteing\u00e4ngen und wochenlangem E-Mail-Pingpong befreit \u2013 und Unternehmen die Kontrolle \u00fcber ihre eigenen rechtlichen Prozesse zur\u00fcckgibt. Im Interview spricht er \u00fcber seinen ungew\u00f6hnlichen Werdegang, die Idee hinter Bayshore und was er Studierenden r\u00e4t, die selbst gr\u00fcnden wollen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"text-align: left;\"><b>Du hast urspr\u00fcnglich Jura studiert und jetzt ein KI-Startup gegr\u00fcndet. Wie kam dieser Weg zustande?<\/b><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Tats\u00e4chlich war der Weg eher umgekehrt \u2013 ich komme von der Technik. Ich habe mir schon als Kind das Programmieren beigebracht, weil ich Computerspiele bauen und erweitern wollte. Angefangen hat alles mit einer Game Engine, die ich mir gekauft habe \u2013 damit kamen C++ und Java. Die erste Software, die ich \u201egeshippt&#8221; habe, war eine Minecraft-Mod. Sp\u00e4ter habe ich nebenbei Webseiten f\u00fcr Werbeagenturen entwickelt, aber auch Enterprise-Software wie CRM-Systeme und deren Integration in Webshops.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Jura stand zun\u00e4chst gar nicht auf meiner Agenda. Ich habe erst Informatik angefangen, aber das Studium hat mir nicht weitergeholfen: Programmieren konnte ich bereits sehr gut, und die \u00fcbrigen Themen haben mich nicht genug interessiert. Weil mich gesellschaftliche Themen, Geschichte und Texte schon immer fasziniert haben, war Jura die naheliegende Wahl \u2013 und es hat von Anfang an gut funktioniert.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Durch meine \u201eProgrammiererbrille&#8221; habe ich aber schnell gesehen, wie r\u00fcckst\u00e4ndig die juristische Welt technologisch ist. Genau das war der Grund, recode.law mitzugr\u00fcnden. In meinen vier Jahren im Vorstand habe ich dann immer mehr Missst\u00e4nde gesehen, die schlicht daraus entstehen, dass Automatisierung nicht genutzt wird. F\u00fcr mich war von da an klar: Ich m\u00f6chte Rechtssysteme mithilfe von Technologie verbessern und revolutionieren.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"text-align: left;\"><b>Was ist Bayshore, welches Problem l\u00f6st Ihr und f\u00fcr wen?<\/b><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Ein kurzer Schritt zur\u00fcck: Juristische Regeln waren urspr\u00fcnglich als Infrastruktur f\u00fcr die Gesellschaft gedacht. Durch Globalisierung und Technologisierung ist das Recht aber so komplex geworden, dass es heute oft keine Infrastruktur mehr ist, sondern eine Bremse f\u00fcr Fortschritt. Die Regeln sind so komplex, dass ihre Adressaten sie nicht mehr selbst verstehen k\u00f6nnen \u2013 es braucht st\u00e4ndig einen Experten, der sie interpretiert. Genau das erzeugt einen Flaschenhals: Experten sind teuer und rar, es staut sich ein Backlog auf, und die Antworten werden inkonsistent.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Bayshore ist ein M\u00fcnchner Start-up mit der \u00dcberzeugung, dass Menschen, die sich an juristische Regeln halten m\u00fcssen, diese auch selbst in der Hand halten k\u00f6nnen sollten. Wichtig: Wir verkaufen nicht an Kanzleien, sondern an Unternehmen, und l\u00f6sen die Probleme inhouse. Daf\u00fcr haben wir eine Legal &amp; Compliance Frontdoor gebaut \u2013 eine Plattform, an die sich juristische Anfragen richten lassen, \u00fcber die Kan\u00e4le, auf denen die Menschen ohnehin unterwegs sind: Webseite, E-Mail, Microsoft Teams.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Beispiel, wo es heute hakt: Jemand im Business (die First Line) hat eine rechtliche Frage und schreibt eine E-Mail an die Rechts- oder Compliance-Abteilung (die Second Line). Dort landet die Anfrage in einem un\u00fcbersichtlichen Stapel, es folgt wochenlanges E-Mail-Pingpong, um den Sachverhalt zu kl\u00e4ren, und am Ende dauert es oft Wochen bis zu einer Antwort. Wir erheben und machen sichtbar, welche Anfragen eingehen, und unsere KI stellt intelligente R\u00fcckfragen, um den Sachverhalt selbst zu ermitteln. Zunehmend beantwortet sie Fragen auch automatisiert \u2013 so weit es das Risiko zul\u00e4sst \u2013, sodass man rund um die Uhr in Sekunden eine Antwort bekommt, wo es vorher Wochen gedauert h\u00e4tte. Dabei bleiben Legal und Compliance immer in Control: Sie sehen alle Anfragen, k\u00f6nnen eingreifen und KI-Antworten \u00fcberschreiben, woraus die KI wiederum lernt.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"text-align: left;\"><b>Erz\u00e4hl ein bisschen vom Weg von der ersten Idee zu Bayshore bis zum Launch.<\/b><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Dass sich juristische Regeln automatisieren lassen, habe ich schon w\u00e4hrend recode.law verstanden. 2018 haben wir an der Hogan-Lovells-Legal-Tech-Competition teilgenommen und mit den recode-Mitgr\u00fcndern Henrik Volkmann und Mathias Schuh incass.io gebaut, mit dem sich Streitigkeiten im E-Commerce automatisch kl\u00e4ren lie\u00dfen. Da war uns klar: Das ist grunds\u00e4tzlich alles automatisierbar. Der limitierende Faktor war aber immer derselbe: Der Computer brauchte strukturierte Daten, weil er nur strukturierte Regeln versteht. Man musste den Nutzer also stets in die Welt der Maschine zw\u00e4ngen.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Als GPT-3.5 herauskam, war ich elektrisiert. Jetzt lie\u00dfen sich auch unstrukturierte Daten und sogar unbestimmte Rechtsbegriffe interpretieren. Ich merkte aber schnell, dass die Ergebnisse allein zu unzuverl\u00e4ssig sind \u2013 sie m\u00fcssen mit deterministischen Systemen kombiniert werden, um vorhersehbar, transparent und nachvollziehbar zu werden. Genau das ist f\u00fcr Juristen essenziell: Nur dann kann man sich hinter eine Entscheidung stellen und Verantwortung \u00fcbernehmen. Deshalb bin ich f\u00fcr einen Forschungsaufenthalt nach Stanford gegangen, wo ich diese Compound-AI-Technologie erarbeitet habe und etwa das deutsche AGB-Recht in Code \u00fcbersetzt habe.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">In Stanford habe ich auch die Domain bayshore.ai angemeldet \u2013 ein Name mit starkem Bezug zum Silicon Valley, um auszudr\u00fccken, dass wir an der Cutting Edge arbeiten. Zur\u00fcck in Deutschland habe ich mein zweites Examen abgeschlossen und mich mit Philipp Wiegand zusammengetan, der ebenfalls in Stanford war. Wir haben Leute auf LinkedIn interviewt und festgestellt, dass es in Legal und Compliance sehr schmerzhafte Prozesse gibt, die sich hervorragend automatisieren lassen. Mit Erik Krauter kam ein weiterer technischer Co-Founder dazu. Gemeinsam haben wir die ersten Pilotprojekte mit zwei DAX-Konzernen an Land gezogen \u2013 f\u00fcr uns die Best\u00e4tigung, an etwas Richtigem dran zu sein. Mit dabei ist auch Leonard Orth aus dem recode.law-Umfeld, der uns hilft zu verstehen, welche Regeln unsere Kunden anwenden m\u00fcssen und wie sie diese interpretieren. Als Business Angels unterst\u00fctzen uns Lukas Friehoff, Mathias Schuh, Henrik Volkmann und Dennis Fordan. Es sind noch andere Angels dabei, die zwar keine recode-Mitglieder sind, aber die wir \u00fcber den Verein kennengelernt haben.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"text-align: left;\"><b>Du arbeitest jetzt eng mit Kanzleien und Rechtsabteilungen zusammen. Wie offen erlebst Du die Branche gegen\u00fcber neuen Tools, und wo merkst Du noch Ber\u00fchrungs\u00e4ngste?<\/b><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Eine kleine Korrektur vorweg: Wir arbeiten nicht mit Kanzleien zusammen, sondern mit deren Mandanten \u2013 also den Unternehmen selbst. Unser Gedanke: Warum sollte ein Unternehmen juristische Probleme auslagern, wenn sie sich inhouse l\u00f6sen lassen? Eng zusammen arbeiten wir mit den Rechts- und vor allem den Compliance-Abteilungen.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Unternehmen stehen immer vor der Frage \u201ebauen oder einkaufen&#8221;. Intern zu bauen reduziert Abh\u00e4ngigkeiten, aber oft fehlt die Expertise: IT-Abteilungen haben hunderte Projekte, und Legal-Themen haben selten Priorit\u00e4t \u2013 Kunden warten teils jahrelang. Zudem braucht man fortlaufend den Input von Juristen und jemanden, der die L\u00f6sung pflegt. Und ein einzelnes Unternehmen hat nur seine Innenperspektive, w\u00e4hrend wir den Input vieler Unternehmen b\u00fcndeln und die Kosten umlegen k\u00f6nnen.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">H\u00e4ufig wird zun\u00e4chst mit \u201eBordmitteln&#8221; wie Microsoft Copilot gearbeitet. Das ist grunds\u00e4tzlich sinnvoll \u2013 ich w\u00fcrde selbst immer zuerst General-Purpose-Tools versuchen. Aber Copilot ist eben General Purpose: Microsoft schreibt sogar selbst, dass es nicht f\u00fcr Compliance evaluiert wurde. Unsere interne Evaluation hat gezeigt, dass Copilot im Schnitt zwei relevante R\u00fcckfragen schlicht nicht gestellt hat \u2013 h\u00e4tte es sie gestellt und man entsprechend geantwortet, w\u00e4re das Ergebnis anders ausgefallen. Das zeigt: Diese wahrscheinlichkeitsbasierten Sprachmodelle sind nicht auf einen hohen Determinismusgrad und hohe Konsistenz ausgelegt. Wer das will, braucht eine zus\u00e4tzliche deterministische Code-Komponente \u2013 genau die haben wir in unserer Compound-AI-Technologie.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die Kernaussage ist aber: Allen Compliance- und Rechtsabteilungen ist bewusst, dass sich etwas \u00e4ndern muss. Wir erleben eine gro\u00dfe Offenheit und einen gro\u00dfen Bedarf, weil die Teams in Arbeit ertrinken. Wenn wir einen Kunden mal nicht gewinnen, dann meist, weil er zun\u00e4chst intern etwas bauen will \u2013 und solche Kunden kommen oft zu uns zur\u00fcck, sobald sie erste Entt\u00e4uschungen erlebt haben.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"text-align: left;\"><b>Was w\u00fcrdest Du Studierenden raten, die heute bei recode.law anfangen und vielleicht selbst mal gr\u00fcnden wollen?<\/b><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Erwerbt unbedingt technische Kompetenzen. Wer heute mit dem Studium anf\u00e4ngt, ist vielleicht erst in acht Jahren fertig \u2013 und dann halte ich es f\u00fcr v\u00f6llig abwegig zu glauben, dass man mit rein konventionellen Mitteln noch eine gute Zeit auf dem Arbeitsmarkt hat. Man muss digitale Tools entwickeln und sich bei allem fragen: Wie kann mir Automatisierung hier helfen?<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Gleichzeitig darf man nicht naiv sein und glauben, man k\u00f6nne einfach alles in irgendein Large Language Model \u201ehacken&#8221;. Man muss verstehen, wie diese Technologien arbeiten und an welche Grenzen sie sto\u00dfen. Deshalb meine klare Empfehlung: Belegt Programmierkurse, nehmt \u2013 auch online \u2013 Kurse, in denen man lernt, wie ein Large Language Model funktioniert, experimentiert damit, schaut euch Benchmarks an. So sollte man auch Praktika, Stationen und Werkstudentenjobs w\u00e4hlen: Ein Job, in dem man nichts dar\u00fcber lernt, wie solche Technologien funktionieren und wie man passende Use Cases identifiziert, ist vertane Zeit.<\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Und wer Lust hat: Bewerbt euch gern bei Bayshore. Wir hatten schon zwei Praktikanten, und beide haben unser Unternehmen mit einem deutlich gr\u00f6\u00dferen Wissensschatz und einer v\u00f6llig anderen Perspektive auf die juristische Welt verlassen, als sie hereingekommen sind.<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paul F. Welter ist Mitgr\u00fcnder von recode.law und Volljurist \u2013 doch sein Weg in die Rechtswelt war alles andere als klassisch. Aufgewachsen mit einer Leidenschaft f\u00fcrs Programmieren, hat er fr\u00fch verstanden, wie weit die juristische Welt technologisch hinterherhinkt. 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