Nachbericht: Liquid Legal Summit 2026

Am 6. und 7. Juli waren unsere Mitglieder Narmin und Annika beim Liquid Legal Summit 2026 und berichten von ihren Erlebnissen.    Eigentlich hätten wir nicht gedacht, uns schon so schnell nach dem Hackathon in Cambridge wiederzusehen, aber eine Einladung vom Liquid Legal Institute, bei dem Liquid Legal Summit teilzunehmen, schlägt man nicht aus. Denn dort erfährt man aus erster Hand, wie die Legal Transformation in der Praxis stattfindet und wie diese in der Zukunft

Wenn die KI sich sicher irrt

Große Sprachmodelle erfinden Urteile, Quellen und Fakten und klingen dabei vollkommen sicher. Das betrifft alle großen Anbieter. Woher das kommt, warum ausgerechnet die stärksten Modelle oft am meisten danebenliegen und was das für die juristische Praxis heißt. I. Das Problem: überzeugend und falsch zugleich Das Modell nennt ein Urteil mit Aktenzeichen, Datum und Gericht. Es klingt exakt nach dem, was man gesucht hat. Nur existiert dieses Urteil nicht und hat nie existiert.Dieses Verhalten heißt in

Nachbericht: Hack the Law – Cambridge

Vor ein paar Wochen nahmen ein paar der recode-Mitglieder am Hack the Law-Hackathon der Uni Cambridge teil und reisten für ein einzigartiges Wochenende nach Cambridge. Amelie und Annika erzählen von ihren Erlebnissen.  Unser Wochenende begann bereits am Donnerstagabend in einer Bar in Cambridge. Auch wenn uns die Eigenheiten der Engländer, insbesondere der Linksverkehr, bekannt waren, so waren wir doch überrascht, dass das Deutschlandspiel am Abend durch den Beamer kopfüber gezeigt wurde. Der Grund war allerdings

KI & Rechtsschutz vor den Amtsgerichten

KI & Rechtsschutz vor den Amtsgerichten I. Das Amtsgericht als Keimzelle des Rechtsschutzes In der medialen Berichterstattung, ob Tageszeitung, TV oder auch in juristischer Berichterstattung ist in der Regel immer die Rede von den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs, dem Bundesverfassungsgericht oder dem Bundesverwaltungsgericht. Es ist schon die Ausnahme, wenn mal ein Urteil eines Oberlandesgerichts oder gar eines Landgerichts durch die Medien geht. Doch wieso fokussiert sich die mediale Berichterstattung vorwiegend auf die Revisionsgerichte? Dies hat verschiedene

Neuer Vorstand 2026/2027

Wir freuen uns, euch unseren neuen Vorstand für das Vorstandsjahr 2026/2027 vorzustellen – ein Team, das mit frischer Energie an die Arbeit geht. Das sind wir: Lukas Flechsel – Vorstandsvorsitzender, HR & Academics Amelie Sluiter – General Management & Business Development Franz Schottenheim – Finance & Compliance Maris Plenio & Lina Kleemann – Events Mai Nguyen – Marketing Patrick Fett – Content Das Recht hat einiges aufzuholen – und genau hier setzen wir an. Bei

NewLawRadar 96/26: Erste Haftungsurteile — Claude for Legal — KI-Anonymisierung von Urteilen — Planspiel Vertragsverhandlung (18.06.2026)

Haftung für KI-Angaben OLG Hamm und LG München liefern erste Urteile Bei dem Versuch, im Internet Antworten auf die eigenen Fragen zu erhalten, führt inzwischen kaum noch ein Weg an einem KI-Tool als ersten Kontakt vorbei. Browser-Suchanfragen werden in der Regel von einer automatisch generierten KI-Übersicht zum jeweiligen Suchbegriff ergänzt und bevor im Kundenservice ein tatsächlicher Mensch zu sprechen ist, werden Anliegen häufig über individualisierte KI-Chatbots bearbeitet. Bisher blieb unklar, inwiefern die Anbieter solcher automatisierten

Hackathon 2026 – Unsere Eindrücke

Tag 1: Los geht´s nach Hamburg Nach der Anreise aller Teilnehmenden begann um 17:00 Uhr die Einführung in das Thema des diesjährigen Hackathons, präsentiert von unserer ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Katharina Hertel. Darauf folgte eine organisatorische Einführung von Dr. Florian Skupin, Leiter des Center for Legal Technology and Data Science an der Bucerius Law School. Den Abend bereicherten außerdem zwei weitere spannende Vorträge: Wangu Pullwitt, Ressortleiter bei b{u}ilt, sprach zum Thema „How to Hack” und Clara Grunwald,

Von der Minecraft-Mod zum KI-Startup: Bayshore automatisiert das Unternehmensrecht

Du hast ursprünglich Jura studiert und jetzt ein KI-Startup gegründet. Wie kam dieser Weg zustande? Tatsächlich war der Weg eher umgekehrt – ich komme von der Technik. Ich habe mir schon als Kind das Programmieren beigebracht, weil ich Computerspiele bauen und erweitern wollte. Angefangen hat alles mit einer Game Engine, die ich mir gekauft habe – damit kamen C++ und Java. Die erste Software, die ich „geshippt” habe, war eine Minecraft-Mod. Später habe ich nebenbei

Interview mit Paul F. Welter von bayshore.ai

Paul F. Welter ist Mitgründer von recode.law und Volljurist – doch sein Weg in die Rechtswelt war alles andere als klassisch. Aufgewachsen mit einer Leidenschaft fürs Programmieren, hat er früh verstanden, wie weit die juristische Welt technologisch hinterherhinkt. Mit Bayshore will er das ändern: eine KI-Plattform, die Compliance- und Rechtsabteilungen von überfüllten Posteingängen und wochenlangem E-Mail-Pingpong befreit – und Unternehmen die Kontrolle über ihre eigenen rechtlichen Prozesse zurückgibt. Im Interview spricht er über seinen ungewöhnlichen

New Law Radar 95/26 – KI im anwaltlichen Berufsalltag – Digitalisierung und Legal Tech in der Justiz – DMA Act – Legal AI Vergleich

Liebe Leser:innen, herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters, in dem wir Euch einen umfassenden Überblick über die jüngsten Entwicklungen an der Schnittstelle von Recht und Technik geben. KI ist im Rechtsmarkt angekommen – und zwar überall gleichzeitig. In der Kanzlei übernimmt KI schon heute die Fleißarbeit: Recherche, Standardverträge, einfache Subsumtion. Was fehlt, sind klare Antworten zu Haftung und § 203 StGB – das Berufsrecht hinkt sichtbar hinterher. Die Justiz zieht nach: Acht Amtsgerichte testen

Die Illusion objektiver Bewertung

Zwei Jurastudierende reichen nahezu identische Klausuren ein. Inhaltlich sind diese gleichwertig, die Bearbeiter:innen haben die zentralen Probleme erkannt und es wurde gutachterlich sauber gearbeitet. Doch während die eine Klausur mit 10 Punkten bewertet wird, erhält die andere nur 4. Wie kann das sein? Die Ursache dieser Ungleichheit ist auf strukturelle Probleme im juristischen Prüfungssystem zurückzuführen: Fehlende Anonymisierung von Klausurbearbeitungen und subjektive Bewertungsmaßstäbe können Willkür begünstigen und die Chancengleichheit der Studierenden beeinträchtigen. Dieser Beitrag thematisiert, welche

Nachbericht – 13. Deutscher IT Rechtstag

Am 23.04. und 24.04 durften wir von recode.law am 13. Deutschen IT Rechtstag in Berlin teilnehmen. Unsere damalige Vorstandsvorsitzende Katharina Hertel führte zusammen mit Dr. Patrick Grosmann Dr. Tilmann Dittrich (Junges IT-Recht) als Moderatorin durch den ersten Tag. Unter dem Motto “Vertrags-Praxis für KI-basierte und andere digitale Produkte – Die EU-Digitalrechtsakte in der Vertragsgestaltung und Compliance” hielten verschiedene Experten, unter ihnen Fachanwälte für IT-Recht, Professoren und Ministerialbeamte, Vorträge zu verschiedenen Themen. Dabei wurden viele Teilgebiete