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NewLawRadar 96/26: Erste Haftungsurteile — Claude for Legal — KI-Anonymisierung von Urteilen — Planspiel Vertragsverhandlung (18.06.2026)

Haftung für KI-Angaben OLG Hamm und LG München liefern erste Urteile Bei dem Versuch, im Internet Antworten auf die eigenen Fragen zu erhalten, führt inzwischen kaum noch ein Weg an einem KI-Tool als ersten Kontakt vorbei. Browser-Suchanfragen werden in der Regel von einer automatisch generierten KI-Übersicht zum jeweiligen Suchbegriff ergänzt und bevor im Kundenservice ein tatsächlicher Mensch zu sprechen ist, werden Anliegen häufig über individualisierte KI-Chatbots bearbeitet. Bisher blieb unklar, inwiefern die Anbieter solcher automatisierten

Hackathon 2026 – Unsere Eindrücke

Tag 1: Los geht´s nach Hamburg Nach der Anreise aller Teilnehmenden begann um 17:00 Uhr die Einführung in das Thema des diesjährigen Hackathons, präsentiert von unserer ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Katharina Hertel. Darauf folgte eine organisatorische Einführung von Dr. Florian Skupin, Leiter des Center for Legal Technology and Data Science an der Bucerius Law School. Den Abend bereicherten außerdem zwei weitere spannende Vorträge: Wangu Pullwitt, Ressortleiter bei b{u}ilt, sprach zum Thema „How to Hack” und Clara Grunwald,

Von der Minecraft-Mod zum KI-Startup: Bayshore automatisiert das Unternehmensrecht

Du hast ursprünglich Jura studiert und jetzt ein KI-Startup gegründet. Wie kam dieser Weg zustande? Tatsächlich war der Weg eher umgekehrt – ich komme von der Technik. Ich habe mir schon als Kind das Programmieren beigebracht, weil ich Computerspiele bauen und erweitern wollte. Angefangen hat alles mit einer Game Engine, die ich mir gekauft habe – damit kamen C++ und Java. Die erste Software, die ich „geshippt” habe, war eine Minecraft-Mod. Später habe ich nebenbei

Interview mit Paul F. Welter von bayshore.ai

Paul F. Welter ist Mitgründer von recode.law und Volljurist – doch sein Weg in die Rechtswelt war alles andere als klassisch. Aufgewachsen mit einer Leidenschaft fürs Programmieren, hat er früh verstanden, wie weit die juristische Welt technologisch hinterherhinkt. Mit Bayshore will er das ändern: eine KI-Plattform, die Compliance- und Rechtsabteilungen von überfüllten Posteingängen und wochenlangem E-Mail-Pingpong befreit – und Unternehmen die Kontrolle über ihre eigenen rechtlichen Prozesse zurückgibt. Im Interview spricht er über seinen ungewöhnlichen

New Law Radar 95/26 – KI im anwaltlichen Berufsalltag – Digitalisierung und Legal Tech in der Justiz – DMA Act – Legal AI Vergleich

Liebe Leser:innen, herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters, in dem wir Euch einen umfassenden Überblick über die jüngsten Entwicklungen an der Schnittstelle von Recht und Technik geben. KI ist im Rechtsmarkt angekommen – und zwar überall gleichzeitig. In der Kanzlei übernimmt KI schon heute die Fleißarbeit: Recherche, Standardverträge, einfache Subsumtion. Was fehlt, sind klare Antworten zu Haftung und § 203 StGB – das Berufsrecht hinkt sichtbar hinterher. Die Justiz zieht nach: Acht Amtsgerichte testen

Die Illusion objektiver Bewertung

Zwei Jurastudierende reichen nahezu identische Klausuren ein. Inhaltlich sind diese gleichwertig, die Bearbeiter:innen haben die zentralen Probleme erkannt und es wurde gutachterlich sauber gearbeitet. Doch während die eine Klausur mit 10 Punkten bewertet wird, erhält die andere nur 4. Wie kann das sein? Die Ursache dieser Ungleichheit ist auf strukturelle Probleme im juristischen Prüfungssystem zurückzuführen: Fehlende Anonymisierung von Klausurbearbeitungen und subjektive Bewertungsmaßstäbe können Willkür begünstigen und die Chancengleichheit der Studierenden beeinträchtigen. Dieser Beitrag thematisiert, welche

Nachbericht – 13. Deutscher IT Rechtstag

Am 23.04. und 24.04 durften wir von recode.law am 13. Deutschen IT Rechtstag in Berlin teilnehmen. Unsere damalige Vorstandsvorsitzende Katharina Hertel führte zusammen mit Dr. Patrick Grosmann Dr. Tilmann Dittrich (Junges IT-Recht) als Moderatorin durch den ersten Tag. Unter dem Motto “Vertrags-Praxis für KI-basierte und andere digitale Produkte – Die EU-Digitalrechtsakte in der Vertragsgestaltung und Compliance” hielten verschiedene Experten, unter ihnen Fachanwälte für IT-Recht, Professoren und Ministerialbeamte, Vorträge zu verschiedenen Themen. Dabei wurden viele Teilgebiete

Copyleft vor Gericht: Wie Open-Source-Lizenzen Verbraucher schützen

Viele Alltagsgeräte – beispielsweise WLAN-Router und Smart-TVs – basieren auf Open-Source-Software wie Linux. Doch was bedeutet das rechtlich für Verbraucher, für die letztlichen Eigentümer der Geräte? Zwei deutsche Gerichtsentscheidungen zeigen, ob und wie sich Copyleft auf die Verbraucherautonomie auswirkt. Softwarebasierte Haushaltsgegenstände Ein WLAN-Router kann hardwareseitig einwandfrei funktionieren. Stellt der Hersteller den Support ein und bleiben Sicherheitsupdates aus, wird das Gerät dennoch praktisch unbrauchbar – und das obwohl alternative Sicherheitssoftware häufig verfügbar wäre. Hersteller sperren ‚ihre‘

Legal AI Vergleich

 I. Einleitung  Der Markt für Legal-AI-Tools ist fragmentiert – und er wächst schnell. CoCounsel, Harvey, Libra, Noxtua, Omnilex: Immer mehr Anbieter versprechen, die juristische Arbeit grundlegend zu verändern. Doch wer ein passendes Tool für die eigene Praxis sucht, steht vor einem Problem: Die Produkte ähneln sich auf den ersten Blick, unterscheiden sich im Detail aber erheblich. Gleichzeitig fehlt es an unabhängigen, strukturierten Vergleichen und die meisten Informationen stammen von den Anbietern selbst. Dieser Beitrag soll

New Law Radar 94/26 – AI Act im Wandel – KI in der Verwaltung – Sicherheitslücken bei RA-MICRO

Liebe Leser:innen, herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters, in dem wir Euch einen umfassenden Überblick über die jüngsten Entwicklungen an der Schnittstelle von Recht und Technik geben. In dieser Woche blicken wir mal wieder nach Brüssel, wo die Umsetzungsfristen für Hochrisiko-KI im Rahmen des AI Acts aufgrund fehlender technischer Standards nach hinten verschoben wurden. Unternehmen sollten die Fristverlängerung jedoch nicht als Aufschub missverstehen. Auch für die deutsche Verwaltung bleibt das Thema KI und Digitalisierung

Nachbericht – Workshop mit Hogan Lovells

Am 19.03.2026 durften wir in München gemeinsam mit Hogan Lovells und ELTEMATE einen Workshop erleben, der einen beeindruckenden Einblick in die Vorteile einer KI-gestützten Arbeitsweise lieferte. Nach einer Vorstellung der Kanzlei Hogan Lovells und recode.law ging es los mit einem Vortrag zum Legal-Tech-Tochterunternehmen von Hogan Lovells, ELTEMATE. Direkt im Anschluss wurde es interaktiv: In einem Workshop wurden wir in Gruppen aufgeteilt, um gemeinsam Lösungen für eine effiziente, KI-gestützte Bearbeitung von NDAs zu erarbeiten. Ziel war

NewLawRadar 93/26: Kein Urheberrechtsschutz für KI-generierte Werke?! – KI als Disruption oder Störfaktor? – Juristische Ausbildung im Rückstand

Liebe Leser:innen, herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters, in dem wir Euch einen umfassenden Überblick über die jüngsten Entwicklungen an der Schnittstelle von Recht und Technik geben. Den Auftakt macht das Thema KI-Urheberrecht. Wem gehört das, was eine KI erschafft? Welche Rechte bleiben bei menschlichen Urheber:innen, und wo zieht das Recht heute schon eine Linie? Gleichzeitig gerät das Justizsystem selbst unter Druck: Ein aktueller BSG-Bericht zeichnet ein ernüchterndes Bild des Richtermangels in Deutschland. Mehr